ČD Cargo hatte das schwierigste Jahr in seiner Geschichte

 

Die Gesellschaft ČD Cargo, a. s., die größte Tochtergesellschaft von České dráhy, a.s. und ein Mitglied der ČD-Gruppe, die sich mit dem Eisenbahngüterverkehr befasst, beendete ihre Wirtschaftsführung im Jahr 2020 mit einem Verlust. Das Segment Güterverkehr trug mit einem Ergebnis nach Steuern von -248 Mio. CZK zum Konzernergebnis der ČD-Gruppe bei.

Die Ergebnisse von ČD Cargo für 2020 wurden durch die Covid-19-Pandemie negativ beeinflusst. Im Jahresvergleich wurden 4 Millionen Tonnen weniger transportiert. Am stärksten betroffen waren der Transport von festen und flüssigen Brennstoffen, Automotivindustrie, Eisen und der kombinierte Warentransport aus/nach China. Die Leistungssenkung bei den meisten Handelsartikeln entsprach jedoch voll und ganz der wirtschaftlichen Entwicklung der einzelnen Sektoren.

Aus meiner Sicht hatte ČD Cargo eindeutig das schwierigste Jahr in seiner selbständigen Existenz. Einerseits hatten wir mit einem unerwartet starken Rückgang der Nachfrage nach unseren Dienstleistungen zu kämpfen und unter schwierigen Bedingungen haben wir versucht, unseren Kunden einen nicht abgesagten Transport von höchstmöglicher Qualität zu gewährleisten. Andererseits haben wir immer noch an die Zukunft gedacht. In diesen schwierigen Zeiten haben wir unsere kurzfristigen operativen Überkapazitäten nicht abgebaut und uns voll und ganz darauf konzentriert, den territorialen Geltungsbereich der ČD Cargo Gruppe weiter auszubauen. Nach Österreich haben wir uns im vergangenen Jahr auch auf dem deutschen Markt voll etabliert und eine neue Tochtergesellschaft in Ungarn eröffnet“, erklärt Tomáš Tóth, der Vorstandsvorsitzende von ČD Cargo, a.s.

ČD Cargo reagierte auf die Leistungssenkung mit einer Reihe von Kosteneinsparungsmaßnahmen mit dem Ziel, den Einsatz interner Kapazitäten zu erhöhen und unnötige Kosten vorübergehend zu senken. Gleichzeitig wurde eine Reihe von Projekten vorbereitet, um Geschäftsmöglichkeiten auszunutzen und einen effizienteren Betrieb des Eisenbahngüterverkehrs unter der Marke ČD Cargo zu nutzen. Zu guter Letzt konnten auf den Finanzmärkten des Unternehmens ausreichende externe Finanzmittel für künftige Investitionen sichergestellt werden.

Ohne diese unpopulären Maßnahmen wären das wirtschaftliche Ergebnis und die gesamtwirtschaftliche Situation unseres Unternehmens viel schlechter. Mehr als 500 administrative und operative Mitarbeiter haben unsere Reihen verlassen, wir haben die physische Liquidation von weiteren 1.200 langfristig redundanten und nicht funktionsfähigen Güterwagen und mehreren Dutzende von Lokomotiven vorbereitet und die Kosten für externe Dienstleistungen gesenkt. Ein drastischerer Eingriff in die Kapazität würde bereits eine Verringerung des Leistungsspektrums bedeuten, was aus Sicht unserer Strategie nicht akzeptabel ist. Wir haben die für unsere Zukunft entscheidenden Investitionen in das Kerngeschäft nicht wesentlich reduziert. Ein klares Ziel war auch die Rückkehr des Unternehmens zu den schwarzen Zahlen im Jahr 2021. Bereits das erste Quartal dieses Jahres zeigt uns, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben und dass unsere Maßnahmen funktioniert haben“, fügte der Vorstandsvorsitzende.