ČD Cargo erwirbt weitere zehn neue Lokomotiven

Die Erneuerung und Modernisierung der Lokflotte ist eine der Prioritäten von ČD Cargo. "Wir können uns ohne moderne interoperable Lokomotiven auf ausländischen Märkten nicht behelfen", sagt der Vorstandsvorsitzende von ČD Cargo, Ing. Tomáš Tóth. "Im vergangenen pandemischen Jahr haben wir den Transport von 4,5 Millionen Tonnen Gütern außerhalb der Tschechischen Republik sichergestellt. In diesem Jahr planen wir, diese Menge mindestens zu verdoppeln. Entsprechend dem Konzept der Nachhaltigkeit und Entwicklung der Flotte von Eisenbahnschienenfahrzeugen haben wir uns daher für den Kauf anderer moderner Mehrsystemlokomotiven entschieden. Unsere Entscheidung wurde bereits vom Aufsichtsrat gebilligt", erklärt Tomáš Tóth.

Ein weiterer Grund für die Anschaffung neuer Lokomotiven ist die Notwendigkeit, einen Teil einer technisch veralteten Lokflotte zu erneuern, die mit geringer Betriebsfähigkeit, unzureichender Leistung für schwere Langstreckenfahrten und im Allgemeinen auch mit der Beendigung der Lebensdauer einiger Fahrzeugbauarten verbunden ist. Gemäß dem oben genannten Konzept sollten jedes Jahr bis zu zehn neue interoperable Lokomotiven gekauft werden. Der laufende Kauf von zehn neuen Lokomotiven erfolgt auf der Grundlage einer im September letzten Jahres angekündigten regelmäßigen Ausschreibung. Die Ausschreibung richtete sich an 13 potenzielle Bewerber unter Herstellern oder anderen Anbietern von Lokomotiven auf dem europäischen Markt. Der Beförderer hat sein Profil des öffentlichen Auftraggebers auch verwendet, um andere Bewerber anzusprechen. Der Sieger wurde erneut die Bombardier Transportation GmbH, die nun zur Alstom-Gruppe gehört und eindeutig das wirtschaftlich günstigste Angebot unterbreitete.

ČD Cargo benutzt bereits zwei Lokomotiven 388 TRAXX 3 MS als Teil des Testbetriebs, und bis Ende März werden schrittweise weitere acht Lokomotiven eintreffen, um den Testbetrieb zu erweitern. Sie werden im April eingesetzt und zwar bisher nur für Leistungen in der Tschechischen Republik. Gemäß dem Kaufvertrag sollten die ersten zehn Lokomotiven dieser Baureihe für den Betrieb in allen Nachbarländern und in Ungarn zugelassen werden. Leider ist das europäische Zulassungsverfahren noch nicht abgeschlossen. "Wir sehen jetzt keinen Grund, unsere Zusammenarbeit mit der Firma Bombardier zu beenden. Das Unternehmen sah sich mit der Nichteinhaltung der im Vertrag festgelegten Lieferfrist konfrontiert, mit allen sich daraus ergebenden Konsequenzen. Aus Gründen der Vertraulichkeit kann ich die Details nicht kommentieren, ich möchte Sie jedoch versichern, dass die Verzögerung trotz der Komplikationen, die durch die Pandemie verursacht wurden, unserem Unternehmen vollständig kompensiert wurde. Es gibt daher keinen Grund, die Zusammenarbeit zu beenden", kommentiert Tomáš Tóth den Kauf und fügt gleichzeitig hinzu, dass "die Lieferung von weiteren zehn Maschinen TRAXX 3 MS erst im Jahre 2022 realisiert wird."